Pavlok Deutschland

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Pavlok

das Armband, das Ihnen mit Stromschlägen die schlechten Gewohnheiten austreibt

Spätestens seitdem Pavlok bei Shark Tank (dem U.S. amerikanischen Pendant von ‘Die Höhle der Löwen’) zu sehen war, ist dieses doch etwas aussergewöhnliche Armband auch in den deutschen Medien zum Gesprächsstoff geworden.

Klar ist: Pavlok polarisiert. Die einen finden es einen teuren Blödsinn, andere finden es eine interessante Alternative, die es einen Versuch wert ist, um schlechte Gewohnheiten loszuwerden (bzw. gute Gewohnheiten zu schaffen).

Pavlok ist ein noch recht neues Armband (oder Neudeutsch: wearable bzw. wristband), das eine Lücke auf dem Markt der Activity Tracker bzw. Fitness Tracker schließt. Dabei will es aber nicht so wirklich in die Rubrik dieser Tracker passen. Denn während Pavlok mittlerweile schon Handbewegungen erkennen kann (was gut ist, wenn man sich z.B. das Fingernägelkauen oder das Rauchen abgewöhnen will), so ist das Armband bisher noch in einem Frühstadium dessen, was es plant zu sein.

Was ist Pavlok?

Beim Pavlok Armand handelt es sich um eine durchaus interessante Innovation wenn es darum geht, schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Wer zum Beispiel notorisch Fingernägel kaut, Zähne reibt, Junkfood isst oder raucht, der weiß, wie unbewusst solche Gewohnheiten zwar ablaufen können und wie störend diese gleichzeitig in vielen Fällen sind.

Nicht wenige Leute bringen jedes Jahr einiges an Zeit und Geld auf, um sich schlechte Gewohnheiten abzugewöhnen. Nehmen wir das Rauchen und denken hier an die verschiedenen Herangehensweisen, von Nikotinpflaster bis hin zur Hypnose. Vieles davon hilft nicht oder nur kurzfristig. Das Rauchen ist hier nur eines von unzähligen Beispielen für schlechte Gewohnheiten. Hinzu gesellen sich unzählige gute Gewohnheiten. Der Markt in diesem Bereich der guten und schlechten Gewohnheiten ist also riesig. Wenn es hier eine Technologie schaffen kann, auf sinnvollem Wege den Leuten zu helfen, dann hat diese Technologie sicherlich sehr großes Erfolgspotential.

Was macht nun aber Pavlok genau, um den Leuten mit Ihren schlechten Gewohnheiten zu helfen?

Nun, auf den ersten Blick erscheint das Konzept des Pavlok Armbands etwas bis stark ungewöhnlich. Denn es geht mit elektrischen Stromschlägen gegen die schlechten Gewohnheiten vor. Genau: Stromschläge… 🙂

Diese Stromschläge sind aber nicht gefährlich (allerdings sollten vor allem Leute mit Herzschrittmachern vorher definitiv einen Arzt fragen, bevor sie sich mit Pavlok ‘unter Strom setzen’). Sie sind aber stark genug, um die Hand ordentlich zucken zu lassen, vor allem dann, wenn man eine ungewollte Handlung vollzieht und gerade überhaupt nicht auf den Stromschlag vorbereitet war. Die Stärke lässt sich aber per Pavlok App (für iOS und Android verfügbar) einstellen. Wieder am Beispiel des Rauchens: Da Pavlok erkennt, ob die Hand nach oben geht und dort länger als gewöhnlich verweilt, kann es automatisch einen Stromschlag erzeugen.

Hier eine kleine Übersicht, wie das Pavlok Team den Stromschlag in Bezug auf die Stärke einordnet, im Vergleich zu einer Biene, einer Tazer-Pistole, einem Elektrodraht und einem… T-Rex 🙂

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Bild: Pavlok

Wenn Sie sich nun fragen “Warum aber ausgerechnet Stromschläge?”, dann lesen Sie weiter.

Das Konzept hinter Pavlok und den Stromschlägen

Wer sich beim Namen ‘Pavlok’ an den Namen ‘Pawlow’ erinnert fühlt, der tut das nicht zu unrecht.

Beim Pavlok Armband geht es letztlich um ‘Konditionierung’, in diesem Falle Aversionstherapie. Das heißt: der Anwender soll lernen, eine bestimmte Handlung nicht mehr durchzuführen. Das soll gelingen, indem die zu beseitigende Handlung (z.B. Rauchen) mit negativen Gedanken verbunden wird. Sie haben es erraten: Stromschläge. Der Stromschlag bewirkt also, dass nach einer gewissen Zeit eine Aversion gegen die schlechte Gewohnheit entstehen kann. Ziel: die schlechte Gewohnheit wird verringert und verschwindet nach einer Behandlung mit Pavlok im Idealfall gänzlich. Vater dieser (klassischen) Konditionierung ist der russische Physiologe Iwan Petrowitsch Pawlow. Dieser ist aber nicht Thema dieser Pavlok Infowebseite. Falls Sie mehr zu diesem Thema erfahren wollen, dann klicken Sie hier, um zu Wikipedia zu gelangen.

Sie können sich nun vielleicht schon etwas besser vorstellen, wie und warum das Pavlok Armband funktioniert.

Das Behandeln von schlechten Gewohnheiten mit negativen Reizen ist nichts Neues. Schon in den frühen 1900er Jahren gab es dazu vielversprechende Experimente. Warum man damals nicht mehr daraus gemacht hat? Gute Frage.

Während das Pavlok Armband mittlerweile also auch Handbewgungen registrieren kann, ist die Behandlung schlechter Angewohnheiten bei den meisten Angewohnheiten noch eine eher manuelle Angelegenheit. Soll heissen:

Wenn Sie ein Pavlok Gerät haben, dann erhalten Sie auch Anweisungen, wie Sie das Gerät benutzen sollten, dies vor allem in den ersten 5 Tagen. Sie nehmen sich also eine schlechte Angewohnheit vor, die Sie loswerden wollen. Dazu nehmen Sie sich an jedem Tag etwas Zeit, um diese Gewohnheit absichtlich durchzuführen und geben sich beim Ausführen der schlechten Angewohnheit absichtlich selber einen Stromschlag. Dies geschieht, indem Sie auf das Blitz förmige Symbol oben auf dem Armband drücken. Sie wiederholen dies ein paar Mal pro Tag.

Der Erfinder des Pavlok Armbands, der US-Amerikaner Maneesh Sethi, kam auf die Idee auf Umwegen, als er nach einer Lösung für seine Unproduktivität suchte. Anstatt zu arbeiten, war er immer auf Facebook unterwegs. Eines Tages wagte er ein Experiment, mit dem er auch gleich die erste größere Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog:

Sethi buchte eine Dame, die ihm bei jedem Besuch der Facebook Seite… eine Watsche geben sollte 🙂

Hier ist das Video, das damals eine gewisse Berühmtheit erlangte (bis dato an die 300.000 Aufrufe):

Seine Daten bestätigten: mit der watschenden Dame im Nacken steigerte sich seine Produktivität erheblich.

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Lange Rede, kurzer Sinn:

Letztlich fragte er sich, wie man diese Tatsache denn in ein Produkt verpacken könnte, das vielen Menschen helfen kann, eine schlechte Gewohnheit loszuwerden. Das Ergebnis nach einigen Versuchen: das Pavlok Armband.

Ein erster Durchbruch gelang Maneesh Sethi dann, als er in 2014 in London den Leitgedanken (bzw die ‘Keynote’ Rede) bei der Royal Medical Society geben durfte. Thema war das Schaffen von Gewohnheiten und wie Pavlok dabei helfen kann. Spätestens nach diesem Vortrag hatte Pavlok in gewisser Weise den Einzug in die medizinischen Kreise geschafft, sodass man auch in medizinischen Fachkreisen darüber diskutierte.

Auch andere Nachrichtenkanäle fingen an, sich für Pavlok zu interessieren. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Anfangsphase, mittlerweile sind es natürlich viel mehr:

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Nachdem ein erstes funktionierendes Konzept entworfen war, machte sich das Pavlok Team daran, eine Crowdfunding Kampagne auf IndieGoGo durchzuführen. Diese verlief extrem erfolgreich und lag mehrere 1000% über dem eigentlich angepeilten Zielbetrag. Somit war die Bestätigung da, dass sich nicht nur der Erfinder für sein Armband interessiert, sondern auch eine größere Menge an Menschen, die Ihre Hoffnungen in das ‘schockierende’ Armband steckten.

Im September 2015 kam es dann zu einem Auftritt bei Shark Tank. Die Ausstrahlung erfolgte im Mai 2016 und die nächste große Welle der Aufmerksamkeit schwappte danach durch die Medien. Auch in Deutschland ist man mittlerweile auf Pavlok aufmerksam geworden und die Leute fragen sich, was Pavlok ist und ob man Pavlok kaufen kann, vor allem in Deutschland.

Hier finden Sie daher ein paar wichtige Aspekte, wenn Sie Pavlok kaufen wollen.